Steirische LandesspitĂ€ler: Anpassungen bei Besuchsregeln im Überblick

Graz, 09. Juni 2020 - Bei den Regeln fĂŒr Besuche in den KrankenhĂ€usern und Landespflegezentren gibt es Anpassungen, die einerseits die verstĂ€ndlichen WĂŒnsche von Patienten und Angehörigen berĂŒcksichtigen, andererseits darauf abzielen, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Über die aktuell angepassten Besuchsmöglichkeiten informieren wir hier. ...

Bei den Regeln fĂŒr Besuche in den KrankenhĂ€usern und Landespflegezentren gibt es Anpassungen, die einerseits die verstĂ€ndlichen WĂŒnsche von Patienten und Angehörigen berĂŒcksichtigen, andererseits darauf abzielen, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Über die aktuell angepassten Besuchsmöglichkeiten informieren wir hier.

Zum uneingeschrĂ€nkten Schutz der Patienten und Mitarbeiter und um den Betrieb von SpitĂ€lern und Pflegezentren der SteiermĂ€rkischen Krankenanstaltengesellschaft an allen 24 Standorten in der Steiermark sicher zu stellen, gab es aus Anlass der Covid-19-Epidemie Besuchsverbote und spĂ€ter strenge Regeln fĂŒr Besuche. Nun werden die Besuchsmöglichkeiten erneut erweitert.

Lockerungen orientieren sich ausschließlich an Empfehlungen des Gesundheitsministeriums und beruhen auf der Expertise von Ärzten, Infektiologen und Virologen. Patientenwohl und psychologische Aspekte sind Teil der Überlegungen und werden stetig anhand einer individuellen und institutionellen Nutzen-/RisikoabwĂ€gung evaluiert.

Am Beginn erinnern wir an die in steirischen LandeskrankenhĂ€usern gĂŒltigen Hygiene-Vorschriften.

- Empfohlener Abstand 2 Meter / kein Körperkontakt
- Mund-/Nasenschutz (ĂŒber Mund und Nase) ist wĂ€hrend des gesamten Aufenthalts Pflicht
- HĂ€ndedesinfektion beim Betreten des Spitals und beim jedem Betreten und Verlassen des Patientenzimmers

Keinesfalls aufgesucht werden dĂŒrfen Einrichtungen der KAGes von Besuchern, die Symptome wie grippale Infekte, Fieber, Husten, HalsentzĂŒndungen oder Atemprobleme aufweisen.

FĂŒr Patientenbesuche gelten folgende adaptierten Regelungen:

- An- und Abmeldung beim Pflegepersonal (verpflichtende FĂŒhrung einer Liste)
- Vor Eintritt in die Station kontaktlos Fiebermessen und klinisch anamnestischer Ausschluss von Verdachtspersonen
- 1 Besucher pro Patient pro Tag fĂŒr maximal 15 Minuten
- 1 Besucher pro Patientenzimmer gleichzeitig - unabhĂ€ngig von der ZimmergrĂ¶ĂŸe
- Besuchszeit tÀglich 15:00 bis 17:00 Uhr

Besuche auf Intensivstationen und Stationen fĂŒr Neonatologie sind weiterhin untersagt.

Besuchsregelungen in REM-Stationen im Krankenhaus und in Landespflegezentren:

Besuche auf Remobilisations-Stationen (REM) können stundenplanmĂ€ĂŸig fĂŒr jeden Patienten wochenweise eingeteilt und vorgegeben werden. Dieselbe Regelung gilt auch in den Landespflegezentren der KAGes.


Besuchsregelungen in der Geburtshilfe:

Geburtsbegleitend ist auch weiterhin der werdende, gesunde Kindsvater oder eine andere Begleitperson (ausgestattet mit FFP1 bzw. OP-Maske) zur UnterstĂŒtzung der werdenden Mutter zugelassen. FĂŒr Besuche vor und nach der Geburt gelten die oben angefĂŒhrten Regeln fĂŒr Patientenbesuche, insbesondere die 15-Minuten-Slots und die Vorgabe, dass sich jeweils nur ein Besucher im Patientenzimmer aufhalten darf. FĂŒr das Neugeborenen-Kinderzimmer gilt striktes Besuchsverbot.

„Unsere Verantwortung ist der Schutz der uns anvertrauten Patienten, die von uns erwarten dĂŒrfen, dass wir das Richtige tun. Angesichts der Öffnung von Schulen, GeschĂ€ften, Lokalen und Grenzen sind die Maßnahmen alternativlos, um das Sars-CoV-2-Virus aus unseren KrankenhĂ€usern und Landespflegezentren fernzuhalten", geben KAGes-Vorstandsvorsitzender Univ. Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg und der KAGes-Vorstand fĂŒr Finanzen und Technik, Dipl. KHBW Ernst Fartek, MBA, zu bedenken und fĂŒgen hinzu: „Corona ist nicht verschwunden, sondern nur - dank der großen Disziplin der Österreicher - in die Schranken gewiesen!"

Primarius Dr. Klaus Vander, Leiter des Instituts fĂŒr Krankenhaushygiene und Mikrobiologie der KAGes, erklĂ€rt auch, „dass begleitend zu den zuvor angefĂŒhrten Hygiene-Vorschriften die Limitierung der Besucheranzahl als auch deren pro Kopf Besuchszeit, unter zu Grunde Legung einer Dosis- Wirkungsbeziehung dazu dienen, im Falle eines unerkannten Ausscheiders die Erregerlast in der Raumluft gering zu halten und somit die Infektionswahrscheinlichkeit fĂŒr Patienten, Mitarbeiter und Besucher weiter zu minimieren".

Vorstandsvorsitzender Univ. Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg und der KAGes-Vorstand fĂŒr Finanzen und Technik, Dipl. KHBW Ernst Fartek, MBA, verweisen abschließend auch auf die geltenden Ausnahmeregelungen, die der bestmöglichen Patientenbetreuung geschuldet sind. Ausnahmen von den derzeit geltenden Besuchs-Regelungen gelten in kritischen bzw. lebensbedrohlichen Situationen, auf Palliativstationen, bei Geburten und bei Kindern, sofern die Situation das erfordert und zulĂ€sst und wenn die Hinzuziehung einer dritten Person behandlungsnotwendig ist.

Bei steigenden Infektionszahlen wĂŒrden umgehend wieder striktere Regeln fĂŒr Besuche eingefĂŒhrt.